Die Residenzen

Das Residenzprogramm des Istituto Svizzero richtet sich an Künstler*innen und Forscher*innen, die einen Beitrag zur Zukunft der Kunst, Wissenschaft und Innovation leisten wollen.

Die Ausschreibung steht allen Schweizer Bürger*innen sowie allen Personen offen, die einen Schweizer Wohnsitz oder eine Verbindung zu einer kulturellen oder wissenschaftlichen Einrichtung in der Schweiz nachweisen können.

Folgende Möglichkeiten einer Residenz werden angeboten:

Roma Calling

Milano Calling

Palermo Calling

Summer School

Senior Fellowship

Roma Calling

In Rom beherbergt das Istituto Svizzero jedes Jahr für 10 Monate (September-Juli) junge Forscher*innen und junge Künstler*innen in der Villa Maraini, denen sich die Möglichkeit bietet, individuelle Forschung zu betreiben und gleichzeitig am transdisziplinären Programm Roma Calling zu partizipieren. Die Ausschreibung richtet sich an Künstler*innen (Bildende Kunst, Design, Architektur, Film, Literatur, Tanz, Theater, Musik o. Ä.), die nach dem Bachelor eine Ausbildung abgeschlossen haben (Master oder andere) und an Forscher*innen, Doktorierende und Postdoktorierende (Geistes-, Sozial- und Naturwissenschaften oder andere Disziplinen). 

Mit Beginn des akademischen Jahres 2021/2022 hat das Istituto Svizzero das neue fünfmonatige Residenzprogramm Roma Calling für zwei Forscher*innen eingeführt, die an einem Projekt mit starker Verbindung zur Stadt Rom arbeiten und deren Forschung in einem kürzeren Zeitraum stattfinden kann.

Die Resident*innen nehmen am Leben des Instituts teil und profitieren auf diese Weise vom freien und institutionellen Austausch zwischen Kunst und Wissenschaft und zwischen den verschiedenen Disziplinen. Das Programm von Roma Calling wird unter Berücksichtigung der gemeinsamen Interessen der Resident*innen konzipiert und findet an 20 über die gesamte Aufenthaltsdauer verteilten Tagen statt.

Alle Bewerber*innen müssen einen Vorschlag für ein akademisches Forschungsprojekt oder ein künstlerisches Soloprojekt vorlegen, das einen Aufenthalt in Rom begründet und in Verbindung zu Italien, seinem Kulturerbe oder zu seinen wissenschaftlichen und kulturellen Einrichtungen aufweist. Die Bewerber*innen müssen ihr Interesse am transdisziplinären Programm ausführen.

Weitere Informationen: direzione@istitutosvizzero.it

Teilnahmebedingungen, Unterbringung und Finanzierung

Laden Sie die Zulassungsbedingungen für 2023/2024 hier herunter.

Die Resident*innen

Roma Calling 2022/2023

  • Azzariti, Giorgio (Geschichte und Theorie der Architektur) Giorgio Azzariti (1991) ist Architekt und Doktorand an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETHZ). Sein Studium absolvierte er an der École Nationale Supérieure d’Architecture de Paris-Belleville und an der Universität Roma Tre, wo er 2017 seinen Master in Architektur machte. Anschliessend war er für internationale Architekturbüros und Institutionen wie Herzog & de Meuron in Basel und das Museum of Modern Art in New York tätig. In Rom wird er an seiner Dissertation weiterarbeiten, in der er die Modernisierung der italienischen Architektur anhand des Werks des Architekten Giuseppe Vaccaro (1896-1970) und der radikalen politischen Veränderungen des letzten Jahrhunderts untersucht.
  • Beeli, Giuanna (Geschichte) Giuanna Beeli (1994) hat Geschichte, Sozialanthropologie und Romanistik an den Universitäten Bern und Fribourg studiert. Als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Archiv der Abtei St. Gallen beschäftigte sie sich mit Coelestin Sfondrati (1644-1696), dem benediktinischen Fürstabt des berühmten Klosters St. Gallen, der 1695 von Papst Innozenz XII. zum Kardinal erhoben wurde. In ihrer aktuellen, vom SNF geförderten wissenschaftlichen Arbeit betrachtet sie vor dem Hintergrund von Sfondratis Herrschaft aus sozial-, kultur- und politikgeschichtlicher Perspektive, wie Orden und Klerus in frühneuzeitlichen katholischen Gesellschaften durch symbolisch-kommunikative Verflechtungen und Praktiken wichtige Funktionen übernahmen. In Rom wird sie den Einfluss der römischen Kurie und der tridentinischen Reform auf den cursus honorum von Coelestin Sfondrati untersuchen.
  • Cardellini, Igor (Performance, Bildende Kunst) Igor Cardellini (1983) lebt in Lausanne und arbeitet in mehreren europäischen Ländern. Er hat Anthropologie, Soziologie und Politikwissenschaften an der Universität Lausanne studiert. Der Performancekünstler gehört dem Kollektiv CARDELLINI | GONZALEZ sowie dem Colectivo Utópico an. Bei seiner Forschung konzentriert sich Cardellini auf Machtverhältnisse und die Art und Weise, wie performative Situationen ihre Aktivierung und Subversion ermöglichen. Er arbeitet mit den Choreografen Sidi Larbi Cherkaoui und Jérôme Bel sowie mit der Regisseurin Émilie Charriot zusammen. Darüber hinaus schreibt er für mehrere Schweizer Zeitungen und ist Mitglied des Komitees des Festivals Belluard Bollwerk. In Rom wird er monströse menschliche Figuren und die politische Dimension des Körpers aus queeren Perspektiven erforschen und sich dabei von der römischen Bildhauerei inspirieren lassen.
  • Hirschi, Solmeng-Jonas (Philosophie) Solmeng-Jonas Hirschi (1992) arbeitet seit 2021 als Postdoc an der Universität Fribourg. Dort unterrichtet er Altgriechisch und erstellt den digitalen Katalog der im BIBEL+ORIENT Museum aufbewahrten Papyri. Sein Studium in Altgriechisch, Latein, Geschichte und Anthropologie schloss er an der Universität Bern ab (2015). Danach machte er seinen Master in Linguistik und Papyrologie an der Universität Oxford (2016), wo er auch 2021 unter der Leitung von Professor Tobias Reinhardt seine Doktorarbeit über die Pragmatik der philosophischen Therapie in den Briefen von Epikur beendete. In Rom wird er sein Forschungsprojekt De Temps en Temps – Epicure, Bergson, McTaggart fortsetzen, das den Begriff der Zeit im Werk der drei Philosophen untersucht.
  • Hunter, Leonie (Politische Philosophie) Leonie Hunter (1991) hat politische Theorie und Philosophie an der Goethe-Universität in Frankfurt/Main, an der New School in New York City und an der École Normale Supérieure in Paris studiert. Anschliessend promovierte sie am Institut für Sozialforschung in Frankfurt mit einer Dissertation über die politische Dimension von Hegels Poetik Das Drama im Politischen. Ihre jüngste Veröffentlichung ist Im Sinne der Materialität. Film und Gesellschaft nach Siegfried Kracauer (Bertz+Fischer, Berlin 2022). In Rom wird sie den politischen Strukturwandel der Komödie anhand des Werks von Nanni Moretti untersuchen.
  • Jung, Sophie (Bildende Kunst) Sophie Jung (1982) lebt und arbeitet in London und Basel. In ihren Werken nutzt sie Text, Zeichnung, Bildhauerei und Performance und verwischt dabei kontinuierlich die Grenzen zwischen Humor, Scham, Absurdität, Wut, Rhythmus, Farce, Schwierigkeiten und Freundschaft. Ihre Skulpturen sind Körper aus gefundenen und nach dem Zufallsprinzip hergestellten Elementen. Jungs Umgang mit «Dingen» – seien es Gegenstände oder Erscheinungen – bewegt sich irgendwo zwischen Verantwortung gegenüber dem Material und unbändigem Schaffensdrang. Die von ihr geschaffenen Assemblagen liefern ungefähre semiotische Konzepte für ihre Performance-Skripte. Sie hat in mehreren internationalen Häusern ausgestellt, darunter E. A. Shared Space in Tiflis, Istituto Svizzero in Mailand, Casino Luxembourg, Blain Southern in London und Kunsthalle Basel. Zu ihren Auszeichnungen gehören der Swiss Art Award (2016 und 2019) und der Manor Kunstpreis (2018). Derzeit arbeitet Jung an ihrer ersten Monografie für Mousse Publishing. In Rom wird sie anhand der klassischen Antike die zerstörerische Beziehung zwischen festgefahrenen kulturellen Narrativen und ihren visuellen Darstellungen untersuchen. Dabei lässt sie aus in der Stadt gefundenen Edelsteinen und Trümmerteilen neue Werke entstehen.
  • Koch, Tobias (Komposition) Tobias Koch (1986) ist ein in Basel und Berlin lebender Komponist und Sound-Designer, der in den Bereichen Performance, bildende Kunst, Film und Musikproduktion arbeitet. Er war unter anderem im Leopold Museum in Wien, im Istituto Svizzero in Rom und Mailand, im Centre Culturel Suisse, im CND in Paris und in verschiedenen Theatern Europas künstlerisch tätig. Seine Arbeiten wurden unter anderem im MoMA in New York, auf der Documenta 14, bei der Frieze Art Fair, in der Tate Modern, im Centre Pompidou und an der Volksbühne Berlin gezeigt. Sein Sounddesign und seine Musikkompositionen waren Teil mehrerer preisgekrönter Spiel- und Dokumentarfilme, die bei den Internationalen Filmfestspielen Berlin, den Filmfestspielen Cannes, den Filmfestspielen Locarno, den Internationalen Filmfestspielen Rotterdam und den Internationalen Filmfestspielen Toronto zu sehen waren. In Rom wird er ein Projekt mit dem Titel Sound Ruins entwickeln, das auf der Idee einer Klangarchitektur und dem Hören als bildhauerisch-architektonischem Prozess beruht, mit besonderem Augenmerk auf den römischen Barockstil.
  • Minnig, Val (Bildende Kunst) Val Minnig (1991) lebt und arbeitet in Zürich und hat einen Master of Fine Arts von der ZHdK. Für Installationen verwendet Minnig einfache, teilweise auf der Strasse gefundene Materialien, um Interventionen zu schaffen, die sich über den gesamten Ausstellungsraum erstrecken. Die Arbeiten erzeugen einen Zustand der Fragilität und beziehen häufig die Umgebung mit ein. Gleichzeitig untersucht Minnig Konstruktionen und technische Strukturen, die den Spannungsbogen zwischen Kontrolle und Faszination in der Beziehung zwischen Mensch und Tier widerspiegeln. Val Minnig sucht nach Möglichkeiten, gewohnte Beziehungen zu durchbrechen und andere Formen der Begegnung vorzuschlagen. Häufig ausgehend von subjektiven Empfindungen bricht Minnig in den Arbeiten mit konventionellen Machtverhältnissen und schafft dabei reale Erfahrungen. Kürzlich wurden Werke Minnigs in der Kunst Halle St. Gallen und bei SALTS, Birsfelden ausgestellt. In Rom wird Val Minnig die Forschungen über die Koexistenz von Mensch und Tier fortsetzen, mit besonderem Augenmerk auf Hunde und Vögel, sowohl im antiken als auch im zeitgenössischen Rom.
  • Petersmann, Marie (Völkerrecht und Ökologie) Marie Petersmann (1989) ist Senior Researcher an der Tilburg University in den Niederlanden. Ihre Forschung konzentriert sich auf nicht-anthropozentrische Normhaftigkeiten und Formen der Koexistenz mit Nichtmenschen. Ihre Arbeit findet an der Schnittstelle von Rechtstheorie, ökologischer Philosophie und politischer Ökologie statt. Petersmann hat einen Doktortitel in internationalem Recht vom Europäischen Hochschulinstitut in Florenz, einen Master in internationalem Recht vom Hochschulinstitut für internationale und Entwicklungsstudien in Genf und einen Bachelor in internationalen Beziehungen von der Universität Genf. In Rom wird sie mit Aktivisten der agrarökologischen Bewegung an Praktiken des «more-than-human commoning» als Fallstudie für ihr Projekt über Anthropocene Legalities: Reconfiguring Legal Relations with/in More-than-human Collectives arbeiten. 
  • Sugnaux, Grégory (Bildende Kunst) Grégory Sugnaux (1989) lebt und arbeitet in Fribourg. Er hat einen Bachelor der EDHEA in Siders und einen Master der HKB in Bern. Seine Arbeit setzt sich mit der Rolle der Malerei angesichts der Mediation durch Ausstellungssysteme auseinander. Dabei unterläuft er bestehende Bildcodes, lehnt ein bestimmtes Erbe von Werten aus der Geschichte der Malerei ab und versucht, alternative Systeme zu entwickeln. Im Jahr 2015 erhielt er den Kiefer Hablitzel│Göhner Kunstpreis. 2019 war er Artist in Residence im Atelier Jean Tinguely an der Cité Internationale des Arts in Paris. In den letzten beiden Jahren wurden seine Arbeiten in zahlreichen Ausstellungen in Räumen wie Last Tango und suns.works in Zürich oder Display in Berlin gezeigt. Von 2016 bis 2020 war Sugnaux Co-Kurator des unabhängigen Raums WallRiss in Fribourg. In Rom wird er sich im Rahmen einer neuen Serie von Gemälden und eines Künstlerbuchs mit monströsen Figuren auseinandersetzen.
  • Torres, Stefano Rodrigo (Geschichte) Stefano Rodrigo Torres (1991) ist ein Forscher, der sich auf das Studium der Jesuitenmissionen und der amerikanischen Chroniken des 17. Jahrhunderts konzentriert – beides Themen seiner Doktorarbeit. Er hat an der Universität Lausanne Religionswissenschaften und Geschichte studiert. Seine Masterarbeit – ein Fall aus der Kriminal- und Justizgeschichte im Chile des 18. Jahrhunderts – wurde von der Schweizerischen Gesellschaft für Religionswissenschaften (SGR-SSSR) mit dem Fritz-Stolz-Preis (2019) ausgezeichnet. Stefano Rodrigo unterrichtet derzeit am Institut für Geschichte und Anthropologie der Religionen (IHAR) und ist Redaktionsmitglied der wissenschaftlichen Zeitschrift Asdiwal. Revue genevoise d’anthropologie et d’histoire des religions. Nachdem er bereits in mehreren Archiven in Spanien und Chile geforscht hat, wird er in Rom sein Forschungsprojekt in den Archiven der Gesellschaft Jesu (ARSI) weiter ausbauen.
  • Vincensini, Gaia (Bildende Kunst) Gaia Vincensini (1992) lebt und arbeitet in Genf und Paris. Im Jahr 2016 schloss sie ihr Studium an der HEAD ab. In ihrer Arbeit schafft sie Narrative, die sich mit den für Kunst und Gesellschaft prägenden Wertesystemen auseinandersetzen. Im Jahr 2021 wurde sie mit dem Manor- und dem Kiefer Hablitzel│Göhner Kunstpreis ausgezeichnet. 2020 war sie neun Monate lang Artist in Residence an der Cité Internationale des Arts in Paris. Ihre Arbeiten wurden im MAMCO und bei Forde in Genf, im Swiss Institute in New York, im Maison d’Art Bernard Anthonioz in Nogent-sur-Marne, in der Galleria Martina Simeti in Mailand und auf der FIAC mit ihrer Galerie Gaudel de Stampa ausgestellt. In Rom wird sie eine Reihe von Werken entwickeln, die in die Beziehung zwischen zeitgenössischen Gottheiten und Menschen eintauchen.
  • von Dach, Michelle (Anthropologie) Michelle von Dach (1994) ist Doktorandin am Institut für Sozial- und Kulturanthropologie der Universität Zürich und forscht im Rahmen des europäischen Horizon 2020-Projekts Hummingbird. In ihrer Arbeit analysiert sie den Kontext der illegalen Einwanderung in Italien. In Rom wird sie gemeinsam mit Nichtregierungsorganisationen, die Migrant:innen im städtischen Raum unterstützen, ethnografische Forschung betreiben. Rom ist sowohl ein Ort der Durchreise als auch ein zentraler Hub, an dem neue Netzwerke entstehen, Informationen gesammelt und weitere Bewegungen geplant werden. Michelle von Dach wird sich vor allem auf die Erwartungen, Motivationen, Schwierigkeiten und Perspektiven von Migrant:innen konzentrieren, die sich während ihres Aufenthalts in der italienischen Hauptstadt in einer Art rechtlichem Schwebezustand befinden.

Roma Calling 2021/2022

  • Azouzi, Ilyas (Geschichte und Theorie der Architektur)
  • Bridel, Caroline (Archäologie, Religionsgeschichte)
  • Chramosta, Martin (Bildende Kunst)
  • Gullo, Ilaria (Archäologie)
  • Jaccard, Mathilde (Kunstgeschichte)
  • Jones, Emma (Geschichte und Theorie der Architektur)
  • Margnetti, Marta & Olivotto, Giada (Bildende Kunst, Kuratieren)
  • Masduraud, Lou (Bildende Kunst)
  • Müller, Reto (Bildende Kunst)
  • Pellegrino, Bruno (Schreiben)
  • Ray, Ari (Politikwissenschaft)
  • Safavi, Vanessa (Bildende Kunst)
  • Van Parys, Jasper (Geschichte und Theorie der Architektur)

Roma Calling 2020/2021

  • Aleña, Camille (Bildende Kunst)Camille Aleña (1986, Freiburg i. Ü.) lebt und arbeitet in Freiburg und London wo sie schafft neue Verbindungen zwischen Kunst, Musik und der Formen- sowie Mediengeschichte. Aleña setzt in ihrer Arbeit verschiedene Methoden und Ansätze wie Dokumentation, Erzählung, Performance und Objektherstellung ein. Sie versucht, eine einzigartige Beziehung zur Musik und zum bewegten Bild herzustellen. Die Künstlerin beobachtet die experimentellen Tendenzen innerhalb der Traditionen und Konventionen des Kinos, worauf sie in ihrer Arbeit verweist. Camille Aleña schloss ihr Studium am Royal College of Art (MA) in London ab. Sie studierte an der University of Art and Design in Lausanne (Ecal) und an der Hochschule für Gestaltung und Kunst in Basel (BA). Für zwei Jahre (2013-2015) arbeitete sie mit den Architekten Herzog & de Meuron in Basel zusammen. 2018 erhielt sie den Swiss Art Award. Jüngste Ausstellungen: Milieu, Bern (2019), High Art, Paris (2018), Supportico Lopez, Berlin (2018).
  • Bovet, Roxane & Mudry, Yoan (Bildende Kunst) Roxane Bovet (1986, Genf) ist Kuratorin, Autorin und Editorin. In ihrer kuratorischen Tätigkeit schafft sie Räume für den Dialog – physische, virtuelle, literarische, geografische, textliche oder imaginäre Begegnungsräume. Bovet versucht, Dinge, Objekte, Menschen und Konzepte zusammenzubringen sowie verschiedene Wesen zu mischen, um die Welt um uns herum zu erfassen. Sie ist Mitbegründerin der éditions Clinamen (2013) und leitete gemeinsam mit Yoan Mudry die zeitgenössischen Kunsträume Zabriskie Point (Genf, 2013-2018) und Espace Forde (Genf, 2018-2020). Sie entwickelte diverse unabhängige kuratorische Projekte, darunter: HTWW (Genf 2017), Feed your friends (Bukarest 2017), Utopien sind mehr oder weniger faschistisch (Basel 2017). Sie betreibt die Website linearitysmodulation.net und ist Teil des Forschungsprojekts A-sides.
    Yoan Mudry (1990, Lausanne) schloss 2014 einen MA (Work.Master) an der HEAD – Hochschule für Kunst und Design in Genf ab. Seine Praxis ist multidisziplinär und hinterfragt die Mechanismen der Verbreitung von Bildern, Erzählungen und Informationen in der Gegenwartswelt. Er war Co-Direktor der beiden Räume Zabriskie Point (2013-2018) und Forde (2018-2020). Seine Tätigkeit führte zu diversen Publikationen, darunter Cahier d’Artiste (Pro Helvetia) im Jahr 2019. Seine Werke wurden 2019 bei La Rada (Locarno), Liste (Basel), Ballostar Mobile (Bern), Super Dakota (Brüssel), Swiss Art Awards (Basel), 2018 bei Union Pacific (London), Istituto Svizzero (Rom), He.Ro (Amsterdam), Kunsthalle Luzern (Luzern) und Kunsthalle Palazzo (Liestal) ausgestellt.
  • Düblin, Patrick (Kunstgeschichte, Landschaftsarchitektur) Patrick Düblin (1986, Basel) hat Kunstgeschichte und Philosophie in Basel und Berlin studiert. Nach dem Studium war er wissenschaftlicher Assistent der Direktion am Kunstmuseum Basel. Seit 2016 lehrt und forscht er am Institute of Landscape and Urban Studies (LUS) an der ETH Zürich. Sein Interesse für die Schnittstellen von Kunst, Architektur, Landschaft und Urbanismus spiegelt seine laufende Dissertation über die Künstler- und Architektengruppe Stalker wider, deren Praxis auf den räumlichen und sozialen Besonderheiten des zeitgenössischen Rom fusst.
  • Howald, Mathias (Literarisches Schreiben) Mathias Howald (1979, Lausanne) schloss 2004 einen MA in Literatur an der Universität Lausanne ab. Für seinen ersten Roman, Hériter du silence (éditions d’autre part, 2018), erhielt er den Prix du Public RTS 2019. Im Jahr 2019 nahm er am Residenzprogramm der Cité internationale des arts de Paris teil. 2014 gewann er den Studer/Ganz-Preis. Er hielt Lesungen im Maison de Rousseau et de la littérature (Genf), in der Nuit des Images des Musée de l’Elysée (Lausanne) und auf der Genfer Buchmesse. Er ist Gründungsmitglied des Kollektivs Caractères mobiles, mit dem er Au village (éditions d’autre part, 2019) veröffentlichte, eine Sammlung von Texten, die während eines Aufenthaltes bei der Jan-Michalski-Stiftung (Montricher) im Sommer 2017 entstanden sind.
  • Panzica, Aurora (Philosophie des Mittelalters) Aurora Panzica (1991, Trapani) schloss 2013 ihren BA in Philosophie an der Universität Trient ab, wo sie Mitglied des Collegio di Merito Bernardo Clesio war. Anschliessend erwarb sie einen BA in Mittelalterliche Philosophie an der Universität Freiburg in der Schweiz (2015), wofür sie ein Exzellenz-Stipendium erhielt. Ihr vom Schweizerischen Nationalfonds finanziertes Doktoratsprojekt an der Universität Freiburg und am EPHE (Paris) untersuchte die mittelalterliche Rezeption von Aristoteles‘ Meteorologie, einem Text, der sich mit Problemen der Kosmologie, Physik und Geologie befasst (2016-2020). Aufgrund ihrer Tätigkeiten im Bereich mittelalterlicher Manuskriptquellen nahm sie an zahlreichen Forschungsaufenthalten in Frankreich, Deutschland, Italien, Polen und der Tschechischen Republik teil. Im Jahr 2020 erhielt sie ein Stipendium der Akademie der Wissenschaften der Tschechischen Republik für die Erforschung mittelalterlicher philosophischer Manuskriptquellen, die in Prager Bibliotheken aufbewahrt werden. Mit ihrem vom Schweizerischen Nationalfonds finanzierten Postdoktorandenprojekt (2020-2022) möchte sie die Forschungen über die handschriftlichen Quellen zur Wissenschaftsgeschichte des Mittelalters fortsetzen. Die erste Etappe dieses Projekts stellt Rom dar.
  • PRICE (Performance, Theater) Mathias Ringgenberg (PRICE) (1986, Rio de Janeiro) wohnt und arbeitet heute in Zürich. Für Mathias Ringgenberg bietet Performancekunst – einschliesslich der strengen Proben und der physischen Disziplin – ein notwendiges Korrektiv in einer Zeit, in der das Internet die kulturelle Dominanz des Bildes, das jetzt noch schneller und einfacher verbreitet werden kann, nur noch verstärkt hat. Die Präsenz des Körpers des Künstlers fungiert nicht nur als wichtiger Orientierungspunkt in seiner Praxis, sondern soll auch an die Identität, Emotionen und Kommunikation bestimmenden materiellen Faktoren erinnern. Mathias Ringgenberg studierte an der Gerrit-Rietveld-Akademie Amsterdam, bevor er 2015 einen MA in Performing Arts and Theater an der HKB, Bern, abschloss.
  • Rolle, Alessandra (Griechische und Lateinische Philologie) Alessandra Rolle (1982, Florenz) promovierte 2011 an der Universität Florenz in lateinischer Literatur und war SFN Postdoc-Forscherin an der Universität Lausanne und Forschungsstipendiatin an der Scuola Normale Superiore di Pisa sowie visiting scholar in London (UCL) und Toronto (University of Toronto). Derzeit ist sie Maître Assistante an der Universität Lausanne. Sie ist Autorin der Monografie Dall’Oriente a Roma. Cibele, Iside e Serapide nell’opera di Varrone (Pisa 2017), und Co-Autorin des Buches Déclamation et intertextualité: discours d’école en dialogue (Bern 2020). Ihr aktuelles Forschungsprojekt besteht in der Erstellung einer kommentierten Ausgabe der überlieferten Fragmente von Varros Antiquitates rerum divinarum, das in der Antike als das Nachschlagewerk zur römischen Religion galt.
  • Scotto, Giulia (Städtebau und Städteplanung) Giulia Scotto (1985, Turin) erwarb 2011 einen MA in Städtebau an der Universität IUAV in Venedig. In den darauffolgenden Jahren arbeitete sie als Architektin, Städteplanerin und Forscherin für OMA in Rotterdam, für den Lehrstuhl für Urban Design UTT an der ETH Zürich, für KCAP Architects&Planners und als Beraterin für städtische und territoriale Projekte. Seit 2017 ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Departement für Urban Studies der Universität Basel, wo sie im Master in Critical Urbanisms Kartographie und Stadtgeschichte lehrt. Giulia Scotto arbeitet derzeit an einer vom Schweizerischen Nationalfonds SNF finanzierten Doktorarbeit über die Architektur und Infrastruktur des ENI (Ente Nazionale Idrocarburi) in Subsahara-Afrika und an einem Dokumentarfilm über das Agip Motel in Dar es Salaam, Tansania.
  • Strazzeri, Victor (Politikwissenschaft) Victor Strazzeri (1985, São Paulo) schloss einen BA in Sozialwissenschaften an der Pontificial University of São Paulo und einen MA in Soziale Arbeit an der Federal University of Rio de Janeiro ab. Er promovierte im Juli 2017 in Politikwissenschaft an der Freien Universität Berlin mit einer Arbeit über Max Weber und die deutsche Sozialdemokratie. Er war Empfänger des Bundes-Exzellenz-Stipendiums der Schweizer Regierung (2017-2018), dann Postdoktorand am Historischen Institut der Universität Bern (2018-2019), wo er heute als assoziierter Forscher tätig ist. In Rom wird er den Dialog zwischen Kommunist/innen und Feminist/innen im Italien der 1970er Jahre sowie das Werk des Malers Renato Guttuso untersuchen. Gegenwärtig ist er Projektkoordinator des Berliner Instituts für kritische Theorie.
  • Tedder, Geraldine (Kuratieren) Geraldine Tedder (1986, Zürich) ist Kuratorin und Kunstkritikerin. Von 2013 bis 2019 war sie kuratorische Assistentin und verantwortlich für die Koordination und Mitkonzeption von Publikationen an der Kunsthalle Bern. Zusammen mit Christoph Schifferli kuratierte sie im Zürcher Offspace Archiv eine Reihe von Ausstellungen zur Bedeutung von Künstlerbüchern in der künstlerischen Praxis, unter anderem mit Yannic Joray, Marianne Wex und Martin Beck. In Lesungen, Screenings und Workshops ging sie zusammen mit Ann-Kathrin Eickhoff der Spannung zwischen verschiedenen feministischen Strategien in der Kunst nach. Anfang 2020 organisierte sie mit Fri Art die Veranstaltungsreihe On Reception, zu der sie auch den Text Notes on Furniture beisteuerte. Sie schreibt für das Onlinemagazin Brand New Life, zuletzt einen Text über Eve Kosofsky Sedgwick und Paranoia.
  • Tomiyasu, Hayahisa (Fotografie) Hayahisa Tomiyasu (1982, Kanagawa, Japan) studierte Fotografie an der Tokyo Polytechnic University (BA) und an der Hochschule für Grafik und Buchkunst / Academy of Visual Arts Leipzig (Dipl. und MA). Er lehrt an der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) im Departement Fine Arts im Bachelor-Studiengang. Seine Werke wurden weltweit gezeigt: Lothringer13 Halle (München); Japan Foundation (Köln); Scope Hannover (Hannover); Lianzhou Fotofestival 2019 (Lianzhou); The Cube, Deutsche Börse Photography Foundation (Frankfurt); Swiss Art Awards (Basel); Photo London 2018; UG im Folkwang, Museum Folkwang (Essen); Museum für Angewandte Kunst (Gera); Galerie ABTART (Stuttgart); BEYOND 2020 #7 (Paris, Amsterdam, Tokyo). Im Jahr 2018 gewann er mit seinem Werk TTP den MACK First Book Award. Diese Serie ist Teil der Art Collection Deutsche Börse Photography Foundation.
  • Wheeler, Ginny (Archäologie) Ginny Wheeler (1991, Bryn Mawr, USA / Bern) studierte European Studies am Amherst College (Massachusetts, USA). Danach arbeitete sie zunächst zwei Jahre lang in Rom, bevor sie einen Master of Philosophy in Klassischer Archäologie an der University of Oxford aufnahm, den sie 2018 abschloss. Im selben Jahr begann sie ihre Doktorarbeit an der Universität Bern. In Rom wird sie an ihrer Doktorarbeit weiterarbeiten, die vom Schweizerischen Nationalfonds finanziert wird. Ihre Forschung konzentriert sich auf Brunnen und Wasserspiele im Weströmischen Reich in der Spätantike.

Roma Calling 2019/2020

  • Bramanti, Armando (Altorientalistik)Armando Bramanti (1989, Palermo) promovierte 2017 nach einem BA in Geschichte (2010) und einem MA in Archäologie (2012) an der Sapienza Università di Roma in einem binationalen Promotionsverfahren / Cotutelle Verfahren an der Sapienza Università di Roma und der Friedrich-Schiller-Universität Jena in Assyriologie. Nach diversen Prae- und Postdoc-Tätigkeiten in Italien, Deutschland, Spanien und den USA arbeitete er dank eines Bundes-Exzellenz-Stipendiums – ESKAS (2018/2019) an der Universität Genf an einem Forschungsprojekt zur Keilschrift-Paläographie. Seine Forschung am Istituto Svizzero wird sich auf die historische Geographie des dritten Jahrtausends im Süden Mesopotamiens konzentrieren. Des Weiteren arbeitet er an der Veröffentlichung seiner Dissertation über die Verwaltung von Ackerland in der Frühdynastischen Zeit Mesopotamiens.
  • Bruckner, Johanna (Bildende Kunst)Johanna Bruckner (1984, Wien) schloss einen Master in Bildende Kunst an der Hochschule für Bildende Künste (HFBK) in Hamburg ab. Ihre Werke wurden 2019 an der 57. Biennale Venedig, Despar Cinema Teatro und im CAC-Centre d’Art Contemporain ausgestellt; im Jahr 2018 an der Biennale Venedig, 16. Internationale Architekturausstellung, in der Galerie Reflector Contemporary (Bern), den Deichtorhallen (Hamburg), der Sammlung Falkenberg (Hamburg) und der Galerie EIGEN+ART Lab (Berlin); 2017 im Museo d’Arte Contemporanea di Villa Croce (Genua), Migros Museum für Gegenwartskunst (Zürich), KW – Institute for Contemporary Art (Berlin); 2016 im Museo d’arte contemporanea Villa Croce (Genua). Sie lehrte an verschiedenen Universitäten und Institutionen, u. a. an der Bauhaus-Universität Weimar, der Hochschule Luzern – Design und Kunst (HSLU), der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) und dem Bâtiment d’art contemporain in Genf (BAC). Für ihr Werk erhielt sie zahlreiche Stipendien, darunter das Hamburger Stipendium für Bildende Kunst. Sie ist derzeit Mitglied des Banff Center for Visual Arts in Kanada (2015) und wurde zur Teilnahme am College Fellows Program in Media Practice an der Harvard University eingeladen. Bruckner lehrt im Masterstudiengang in Fine Arts an der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) und an der Hochschule der Künste Bern (HKB).
  • Dell’Era Romeo (Lateinische Epigraphik)Romeo Dell’Era (1992, Lugano) studierte Antiquitäten an der Universität Lausanne und schloss 2017 seinen Master ab. Derzeit arbeitet er in einem binationalen Promotionsverfahren / Cotutelle Verfahren an seiner Dissertation über die antike Geschichte an der Universität Lausanne und an der Sapienza Università di Roma, für die er eine Förderung des Schweizerischen Nationalfonds erhielt. Die Arbeit zielt darauf ab, die beiden Wissenschaftsbereiche der seit den 1980er Jahren sehr aktiven Forschung zur epigraphischen Kultur und der Forschung zu den Alpen in der Antike zusammenzuführen. Des Weiteren bereitet er die Veröffentlichung eines Bandes über römische Inschriften im Kanton Tessin vor. Für einen Zeitraum von zwei Jahren (2019-2020) ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Labor für Alpengeschichte (Università della Svizzera Italiana, Accademia di Architettura).
  • Dendena, Francesco (Neuere Geschichte)Francesco Dendena (1981, Mailand/Paris) studierte Geschichte an der Universität Mailand und promovierte 2010 in einem binationalen Promotionsverfahren / Cotutelle Verfahren an der EHESS in Paris und der Universität Mailand in Geschichte. Im Jahr 2012 erhielt er für seine Dissertation den François-Furet-Preis der EHESS. Derzeit arbeitet er mit der Universität Lugano im Rahmen des Projekts „Milan and Ticino (1796-1848). Shaping spatiality of a European Capital“ an einem Postdoc-Projekt (Schweizerischer Nationalfonds – Sinergia). Das Forschungsprojekt, das er in Rom entwickeln will, behandelt Bibliotheken und den politischen Buchhandel in der Römischen Republik der Jakobiner (1798-1799) und verfolgt dabei das Ziel, die Veränderungen durch die französische Invasion und die anschliessenden republikanischen Erfahrungen mit dem öffentlichen Bibliothekssystem im päpstlichen Rom zu untersuchen.
  • Julier, Pauline (Bildende Kunst, Filmregie)Pauline Julier (1981, Genf) studierte an der École Nationale Supérieure de la Photographie d’Arles I – ENSP und absolvierte anschliessend das Programme d’Expérimentation en Arts et Politique (SPEAP) an der Science Po Paris. Ihre Filme wurden in diversen Institutionen und an Festivals für zeitgenössische Kunst auf der ganzen Welt gezeigt: Centre Pompidou (Paris); Loop Festival (Barcelona); Visions du Réel (Nyon); Tokyo Wonder Site (Tokyo); Centre d’Art Contemporain Genève (Genf); Museum of Modern Art (Tanzania); Cinémathèque (Toronto); Pera Museum (Istanbul). Julier erhielt 2010 den Prix d’art fédéral suisse. Sie wurde von der Fondation Pinault für eine Ausstellung im Palazzo Grassi (Venedig) eingeladen und präsentierte 2017 eine Einzelausstellung im Centre culturel suisse in Paris (CCS). 2019 nimmt sie an der Biennale of Media Art in Chile und 2020 an der nächsten Ausstellung von Bruno Latour im ZKM – Zentrum für Kunst und Medien (Karlsruhe) teil. Derzeit befindet sie sich in einem neuen Forschungszyklus über plastische Kunst und schreibt das Drehbuch für ihren ersten Spielfilm.
  • Laleg, Dominique (Kunstgeschichte)Dominique Laleg (1982, Schwyz/Basel) absolvierte ein Masterstudium in Kunstgeschichte und Philosophie an der Universität Basel. Im Jahr 2018 promovierte er am eikones – Zentrum für die Theorie und Geschichte des Bildes an der Universität Basel. Seit 2017 ist er als wissenschaftlicher Mitarbeiter für zeitgenössische Kunstgeschichte am Institut für Kunstgeschichte der Universität Wien und am Seminar für Kunstgeschichte der Universität Basel tätig. Das Post-Doc-Projekt, an dem er in Rom arbeiten will, behandelt das Werk von Cy Twombly in Rom (1957-1968) und insbesondere die Analyse der Arbeiten sowie ihre allgemeine Kontextualisierung in Bezug auf die Nachkriegsmalerei in den USA und den historisch-kulturellen Tópoi Europas dieser Jahre.
  • Matter, Charlotte (Kunstgeschichte)Charlotte Matter (1983, Lyon/Zürich) studierte Kunstgeschichte an der Universität Zürich und schloss 2015 mit dem Master ab. Sie ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Kunstgeschichte der Universität Zürich, wo sie den Masterstudiengang „Kunstgeschichte im globalen Kontext“ koordiniert. Derzeit arbeitet sie an einer Dissertation über Plastik als Material in der Kunst in den 1960er und 1970er Jahren, mit besonderem Interesse an den Werken zweier in Rom arbeitender Künstlerinnen: Carla Accardi (1924-2014) und Laura Grisi (1939-2017). Für diese Arbeit erhielt sie ein Jahresstipendium der Bibliotheca Hertziana für das Forschungsprojekt „Rome Contemporary“, das im September 2019 beginnen wird.
  • Meyrat, Nastasia (Bildende Kunst)Nastasia Meyrat (1991, Lausanne) hat Kunst an der HEAD – Haute école d’art et de design in Genf studiert, wo sie 2015 den Master (Work.Master) abschloss. Meyrat wurde 2018 im Rahmen der Swiss Art Awards für den Kiefer Hablitzel Göhner Kunstpreis nominiert. 2017 nahm sie am Residenzprogramm der Davidoff Art Initiative in der Dominikanischen Republik und 2015 an der 4. Ghetto Biennale in Port-au-Prince (Haiti) teil, wo sie mit ihrer Schwester, einer Anthropologin, ein Projekt zum kulturellen Austausch entwickelte. Sie wurde für die New Heads – Foundation BNP Paribas Art Awards 2015 nominiert, womit die Teilnahme an der von Latifa Echakhch kuratierten Gemeinschaftsausstellung „GET OUT“ einherging. Ihre Werke wurden bereits bei Zabriskie Point (Genf), Urgent Paradise (Lausanne), La Placette (Lausanne), Morel Kunstraum (Lugano), Motto (Berlin), One Gee In Fog (Chêne-Bougerie), Casa Quien (Santo Domingo) und Ferme de la Chapelle (Lancy) ausgestellt. Zwischen 2018 und 2019 war sie Teil des Tunnel Tunnel, eines unabhängigen Kunstraums in Lausanne.
  • Real Madrid alias Benenti Oriol, Bianca e Pezzotta, Marco (Bildende Kunst)Das Künstler*innenduo REAL MADRID wurde 2015 von Bianca Benenti Oriol und Marco Pezzotta gegründet. Bianca (1987, Turin) schloss 2016 ihren Work.Master an der HEAD – Haute école d’art et de design in Genf ab. Marco (1985, Seriate) studierte an der Accademia di Belle Arti di Brera (Mailand) und an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee. Im Jahr 2019 zeigte Real Madrid seine Werke bei Forde (Genf), SansTitre (Paris), Auto Italia South East (London), Galerie Maria Bernheim (Zürich) und im Migros Museum für Gegenwartskunst (Zürich); im Jahr 2018 in der EXILE Gallery (Berlin) und der GAK Gesellschaft für Aktuelle Kunst (Bremen); 2017 bei O‘ Artoteca (Mailand), LIYH (Genf), Silicon Malley (Lausanne) und 1.1 (Basel). Das Duo war Finalist für den BNP Paribas Prize 2017 und wurde im selben Jahr zum Residenzprogramm im Goethe-Institut Sao Paulo (Brasilien) eingeladen. 2018 erhielt das Duo in Basel den Swiss Art Award und war für den Bourse de la Ville de Genève im Centre d’Art Contemporain nominiert. Im gleichen Jahr nahmen sie am Programm der Research-Residency von Pro Helvetia Johannesburg und von der FAAP Foundation in Sao Paulo (Brasilien) teil.
  • Santer, Kiri (Rechtsanthropologie und politische Soziologie)Kiri Santer (1991, Lausanne) studierte arabische Sprache und Zivilisation, Vergleichende Literaturwissenschaft und Anthropologie an den Universitäten Genf und Neuenburg. Sie erhielt 2015 einen Master in Anthropologie und Soziologie an der School of Oriental and African Studies (SOAS) in London. Als Doktorandin in Politischer Soziologie und Rechtsanthropologie an der Universität Bern mit einem Stipendium des Schweizerischen Nationalfonds Doc.ch will sie in Rom über die wachsende Macht der libyschen Küstenwache und die jüngste Transformation der EU-Aussengrenze im zentralen Mittelmeerraum forschen. Seit 2017 ist sie Redaktionsassistentin der Zeitschrift Anthropological Theory.
  • Steiner, Urs August (Bildende Kunst)Urs August Steiner (1980, Uznach SG / Zürich) studierte an der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) sowie am California College of the Arts (San Francisco) und schloss 2011 einen Master in Fine Arts an der ECAL École cantonale d’art de Lausanne ab. Er stellte bereits bei Splatterpool (New York); Lokal-int (Biel); Grand Palais (Bern); MoCA Pavilion, Museum for Contemporary Art (Shanghai); Des Pacio (San José, Costa Rica); Kunsthaus Glarus; Dienstgebäude (Zürich); Nextex (St. Gallen); Bombay Beach Biennale (California); Last Tango (Zürich) aus. Im Rahmen von Residenzprogrammen war er 2015 in Shanghai (Pro Helvetia) und 2012 in New York (Residency Unlimited) tätig. 2018 gewann er den Werkbeitrag Pro Helvetia, 2016 und 2014 den Werkbeitrag Kanton St. Gallen und 2014 den Fokus-Preis Kunsthaus Glarus.
  • Wenger, Anaïs (Bildende Kunst)Anaïs Wenger (1991, Genf) schloss 2017 einen Master (Work.Master) in Bildende Kunst an der HEAD – Haute école d’art et de design in Genf ab. Im Jahr 2018 zeigte sie ihre Werke in Einzel- und Gruppenausstellungen bei LIYH & Art Genève (Genf), Kunstmuseum Langenthal (Langenthal), Théâtre du Loup / La Gravière (Genf), Espace Libre (Biel), CAC (Genf), CAN (Neuenburg), One gee in fog (Chêne-Bougerie), FriArt (Freiburg), Tinguely Museum/Kaserne (Basel), 3353 (Carouge), Alienze (Lausanne) und gewann das Stipendium der Stadt Genf. 2017 stellte sie im Solstice Art Center (Navan), an der Badenfahrt (Baden) sowie im Zabriskie Point (Genf) aus und gewann den Literaturpreis der Stiftung Studer/Ganz (Zürich). Des Weiteren wurde sie für den Swiss Performance Prize, Tinguely Museum/Kaserne (Basilea), New Heads – Fondation BNP Paribas Art Awards, LIYH/Art Genève nominiert. Im Jahr 2019 nahm sie am Residenzprogramm des Project Space, Centre d’art Contemporain (Genf) teil.

Roma Calling 2018/2019

  • De Franco, Oscar alias De La Fuente Oscar De Franco (Bildende Kunst) Oscar De Franco (1986, Zürich) hat 2013 an der Zürcher Hochschule der Künste einen Master in Fine Arts absolviert und als Gaststudent die Klasse von Thomas Zipp an der Universität der Künste Berlin besucht. Im Rahmen von Einzel- und Gemeinschaftsausstellungen hat er seine Werke in folgenden Einrichtungen gezeigt: Binz 39 (Zürich), Helmhaus (Zürich), Wasserkirche (Zürich), Kunstmuseum Bern (Bern), Galerie Gregor Staiger (Zürich), Kunsthalle St. Gallen (St. Gallen), Haus Konstruktiv (Zürich), Cabaret Voltaire (Zürich), Kunsthalle Bern (Bern) u.a.. Er hat zahlreiche Preise und Stipendien gewonnen, darunter das Atelierstipendium Binz 39 (2014-2016) und den Credit Suisse Förderpreis Videokunst des Kunstmuseums Bern (2012). Er war ausserdem Residenzkünstler in Stavanger, Norwegen.
  • Meier, Rahel (Geschichte) Rahel Meier (1985, Zürich) ist Mediävistin. Sie studierte Kunstgeschichte, Geschichte und Archäologie des Mittelalters an den Universitäten Zürich, Paris und Basel. Ein Ausschnitt aus ihrer Abschlussarbeit wurde mit dem Förderpreis für Kunstwissenschaft der Alfred Richterich-Stiftung ausgezeichnet. Am ISR beendet sie ihre vom Schweizerischen Nationalfonds mit einem Doc.CH Beitrag gefördert Dissertation zur Entstehung und Verbreitung der Terra Santa-Legende. Das KHI-MPI in Florenz war ihr Gastinstitut. 
  • Meier, Robin (Musik, Bildende Kunst, Performance, Videokunst) Robin Meier (1980, Zug) hat 2005 sein Studium am Center for New Music & Audio Technologies der University of California und am Conservatoire National de Region de Nice abgeschlossen und sich 2007 an der École des Hautes Études en Sciences Sociales in Paris in Kognitiver Philosophie diplomiert. Seine Werke wurden in verschiedenen Einrichtungen und Biennalen als Einzel- und Gemeinschaftsausstellungen gezeigt: 11. Shanghai Biennale (Shanghai), Palais de Tokyo (Paris), Gare de l’Est (Nuit Blanche – Paris), Volkshaus (Art Basel, Basel), Musée d’art moderne de la Ville de Paris (Paris), Arsenal Gallery (New York). 2016 hat er den Kantonalen Kulturförderpreis des Kantons Zug verliehen bekommen und 2015 wurde er für den Prix Fondation Richard, Paris, nominiert.
  • Mure-Ravaud, Lora (Filmregie, Drehbuch) Lora Mure-Ravaud (1993, Bordeaux) hat Philosophie und Literaturwissenschaft studiert (Lyon, 2012). 2017 hat sie an der Filmhochschule der École cantonale d’art de Lausanne einen Bachelor absolviert. Sie hat diverse Kurzfilme gedreht: Soleil cou coupé (2017, Ausstrahlung durch die RTS), Valet noir (2017, Produktion für Alva Film), Côté cour (2016, Vorführung auf dem Locarno Festival), Joconde (2015, Vorführung auf dem Locarno Festival und Erwerb durch ARTE). Für Valet noir wurde sie mit dem Prix de la relève der Solothurner Filmtage (2018) und dem Preis für den besten Kurzfilm der internationalen Kurzfilmtage Winterthur (2017) ausgezeichnet.
  • Petracca, Enrico (Wirtschaftswissenschaften) Enrico Petracca (1983, Lausanne) hat an der Università Bocconi di Milano und der Università di Bologna studiert. An letzterer schloss er 2014 auch seine Dissertation in Wissenschaftsgeschichte und -philosophie ab. Im Studienjahr 2017-2018 macht er ein Postdoktorat am Institut de Recherches Économiques (IRENE) der Universitè Neuchâtel. Seine Forschungsinteressen liegen in der Geschichte und Methodologie der Wirtschaftswissenschaften. In Rom führt er seine Recherchen zur Geschichte des idiosynkratischen wissenschaftlichen Denkens – das so genannt wird, weil es sich mit den traditionellen analytischen und historiographischen Kategorien nicht untersuchen lässt – weiter. In diesem Sinne ist seine Forschungsarbeit darauf angelegt, im Rahmen der Erforschung einiger einzigartiger Persönlichkeiten und Theorien in der Geschichte des Wirtschaftsdenkens neue Kategorien einzuführen.
  • Pönitz-Hunziker, Christine (Archäologie) Christine Pönitz-Hunziker (1983, Bern) hat an der Universität Bern Geschichte und Archäologie des Mittelmeerraumes studiert. 2014 hat sie an der Universität Bern einen Master in Archäologie des Mittelmeerraumes und Geschichte der Antike absolviert. Seit 2015 arbeitet sie an ihrer Dissertation über Keramiken der Nekropolen Via dei Greci und Cimitero Sud in Crotone als Spiegel der wirtschaftlichen und soziokulturellen Entwicklung der süditalienischen Stadt im 3. und 4. Jahrhundert v. Chr. In Rom wird sie sich den Recherchen für die vom Schweizerischen Nationalfonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung finanzierten Dissertation widmen und dafür mit Timothy Pönitz zusammenarbeiten, der ebenfalls Stipendiat des Istituto Svizzero ist und dessen Forschungsprojekt sich auch mit der archäologischen Erforschung des antiken Crotone in Kalabrien beschäftigt.
  • Pönitz Timothy (Archäologie) Timothy Pönitz (1989, Genf) hat an der Université de Genève klassische Archäologie und Ägyptologie studiert. 2014 hat er ebenda einen Master in klassischer Archäologie absolviert. Seit 2016 arbeitet er an seiner Dissertation über die Nekropole Via dei Greci und die Bestattungswelt in Crotone. In Rom wird er seine Recherchen vertiefen und dabei mit Christine Pönitz-Hunziker zusammenarbeiten, die ebenfalls Stipendiatin des Istituto Svizzero ist und deren Forschungsprojekt sich auch mit der archäologischen Erforschung des antiken Crotone in Kalabrien beschäftigt.
  • Spina, Davide (Architektur) Davide Spina (1983, Rom/Zürich) ist italienischer Abstammung und lebt derzeit in Zürich, wo er am Institut für Geschichte und Theorie der Architektur (gta) der ETH seinen Doktor macht. Seine monographische Dissertation beschäftigt sich mit dem römischen Bauunternehmen Società Generale Immobiliare (SGI). Davide hat an der Università Roma Tre Architekturwissenschaften studiert und an der Bartlett School of Architecture, University College London (UCL) einen Master in Architectural History absolviert. Er hat von der Yale University und dem Canadian Centre for Architecture (Montreal) Stipendien erhalten, war Visiting PhD Scholar an der Columbia University und hat an der ETH gelehrt. Einige seiner Essays wurden in der Zeitschrift der Londoner Architectural Association AA Files veröffentlicht.
  • Wagner, Laurence (Programmarbeit, Schreiben und Forschung in Darstellende Künste) Laurence Wagner (1984, Lausanne) hat 2008 zunächst einen Bachelor of Arts an der Université de Lausanne absolviert und dann 2011 einen Master of Arts an der Haute Ecole d’Art et de Design de Genève. Seit 2014 arbeitet sie am TU-Théâtre de l’Usine in Genf als Verantwortliche des Programms und der Pressearbeit und als Mitverantwortliche für kulturelle Mediation. Sie war 2016-2017 Mitglied von Corodis – Commissione Romande de Diffusion des Spectacles und hat bei vielen Projekten als Kulturvermittlerin mitgewirkt. Sie arbeitet für das Zürcher Theater Spektakel und lehrt an der Manufacture, Haute école des arts de la scène, in Lausanne. Als unabhängige Kuratorin zeichnet sie im Bereich der Performance-Künste für diverse Projekte verantwortlich.
  • Wertenbroek, Manon (Bildende Kunst) Die schweizerisch-niederländische Künstlerin Manon Wertenbroek (1991, Lausanne) hat 2014 an der École cantonale d’art de Lausanne einen Bachelor of Arts im Fach Fotographie absolviert. Seit Studienabschluss stellt sie ihre Arbeiten in Galerien in den Niederlanden, in Belgien, Italien und Frankreich aus. Ausserdem wurden ihre Werke auf der Art Basel, im Museum Foam in Amsterdam und im Istituto Svizzero in Rom gezeigt. Veröffentlicht werden ihre Arbeiten in vielen Medien: Guardian, Mousse, British Journal of Photography, Foam Magazine, i-D, LensCulture und viel andere. Im Januar 2017 folgt ihre erste Personale in der Coalmine in Winterthur. Im selben Jahr wird sie vom Bundesamt für Kultur mit dem Swiss Art Award ausgezeichnet.
  • Wooldridge, Ian (Bildende Kunst) Ian Wooldridge (1982, Zürich) ist englischer Abstammung, lebt derzeit in Zürich und ist Doktorand in Medienwissenschaften an der Universität Basel. Nachdem er 2004 am Central St. Martins, University of London einen Bachelor in Fine Arts und 2011 einen Master in Geschichte des Films und der visuellen Medien absolviert hat, lehrt er seit 2013 an der Zürcher Hochschule der Künste im Fachbereich Kunst und Medien. Seine Werke wurden auf vielen Einzel- und Gemeinschaftsausstellungen gezeigt: Cruising Pavilion (Biennale Architettura 2018, Venedig), LUX (London), Folkwang (Essen), Plymouth Rock (Zürich), Haus Konstruktiv (Zürich), The Swiss Art Awards 2017 (Basel), Mikro (Zürich), Taylor Macklin (Zürich), Le Manoir (Martinach), Coalmine (Winterthur).
  • Zuber, Célia (Kunstgeschichte) Célia Zuber (1990, Genf) hat 2013 an der Université de Genève einen Bachelor in Kunstgeschichte und moderner französischer Literatur und 2015 an der Pariser École des Hautes Études en Sciences Sociales einen Master im Bereich Kunst und Sprache absolviert. 2013 wurde sie mit dem Preis für junge ForscherInnen der Vereinigung der Kunsthistorikerinnen und Kunsthistoriker in der Schweiz (VKKS) ausgezeichnet. Im Studienjahr 2016/17 lehrte sie an der Université de Genève und an der VIA FERRATA der Ecole des Beaux-Arts de Paris. In Rom wird sie an ihrer vom Schweizerischen Nationalfonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung finanzierten Dissertation zur Theorie und Theologie des Bildes im religiösen Werk des Malers Annibale Carracci aus Bologna arbeiten.

Roma Calling 2017-2018

  • Bobillier Stève (Philosophie) Stève Bobillier (1982, Freiburg) hat an der Universität Genf griechische Sprache und Literatur studiert und an der EHESS (Paris) in Philosophie promoviert. Er war als Assistent an der Universität Freiburg und Philosophielehrer tätig und arbeitet zurzeit an einem Postdoc-Projekt mit dem Titel La normativité éthique à la fin du XIIIe siècle: de la norme ecclésiale au for de la conscience personnelle, das sich mit dem Begriff von Ethik und moralischer Normativität im 13. Jahrhundert beschäftigt. Ein spezieller Fokus liegt dabei auf den Schriften von Pierre de Jean Olivi und Henri de Gand. Das Projekt wird vom Schweizer Nationalfonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (SNF) zusammen mit der Universität La Sapienza in Rom und der Biblioteca Apostolica Vaticana finanziert
  • Caltagirone Miro alias Max Usata (Musik, Gesang, Performance, Schauspielerei) Miro Caltagirone (1982, Bienne) ist schweizerischer und sizilianischer Abstammung. Der Schauspieler und Musiker ist seit 2001 Sänger der Band Puts Marie, die bisher sechs Alben eingespielt haben und in der Schweiz und im Ausland aufgetreten sind. Daneben ist Miro Caltagirone an zahlreichen anderen Musikprojekten beteiligt, darunter Mister Milano, Troika Trash und MaxSchmürzen, Meta Marie Louise und Kerouac. 2009 ist er nach New York gezogen, um sein Studium am Lee Strasberg Theatre and Film Institute abzuschliessen. In New York hat er zahlreiche Theaterprojekte mit der Regisseurin Mathilde Schennen verwirklicht. Er arbeitet regelmässig mit der Gruppe We Ate Lobster zusammen
  • Fusetti Sabrina (Archeologie) Sabrina Fusetti (1987, Zürich) hat klassische, prähistorische und mittelalterliche Archäologie an den Universitäten Zürich und La Sapienza in Rom studiert. Zwischen 2013 und 2015 war sie Assistentin an der Universität Zürich und konnte über die Ausgrabungen in den Ortschaften Spina und Monte Iato ihre Kenntnisse der vorrömischen Archäologie Italiens vertiefen. Momentan schreibt sie dank eines Stipendiums des Forschungskredits der Universität Zürich ihre Doktorarbeit »Die einheimische archaische Keramik im westlichen Sizilien: Typologische und soziokulturelle Untersuchungen im Kontext des Monte Iato«. Für ihre Examensarbeit hat sie den Giuseppe Nenci-Preis erhalten
  • Gasser Mathis (Bildende Kunst) Mathis Gasser (1984, Zürich) hat 2010 seinen Bachelor an der Haute Ecole d’Art et de Design de Genève (Genf) und 2012 seinen Master am Royal College of Art in London gemacht. Seine Arbeiten wurden in verschiedenen Galerien und Institutionen ausgestellt: Centre Culturel Suisse (Paris), Chewday’s (London), Kunsthaus Glarus (Glarus), Centre d’édition contemporaine (Genf), Piper Keys (London), Kunsthalle Bern (Bern) und La Salle de Bains (Lyon). Er wurde mit folgenden Preisen ausgezeichnet: Théodore Strawinsky (Genf) – 2010, Hine Award (London) – 2012, George Foundation (Zürich), Roldenfund (Basel) – 2013 und dem Swiss Cultural Fund (London) – 2013 und 2015
  • Häni Richard (Geschichte) Richard Häni (1987, Basel) hat Geschichte und Mathematik an der Universität Basel studiert. 2011 hat er in diesen Fächern den Master of Arts und 2013 den Master of Science in Mathematik abgeschlossen. Seitdem widmet sich Häni seiner Promotion, die er momentan mit einer Teilzeit-Lehrtätigkeit am Gymnasium Liestal (Basel Landschaft) finanziert. In seinen Studien vergleicht er den Menschen der Antike mit dem der Neuzeit und fokussiert dabei auf die moderne Selbstdarstellung in den Texten von Sperone Speroni, Benedetto Varchi, Giorgio Vasari und Giambattista Vico. Während seines Aufenthalts am Istituto Svizzero in Rom wird er seine Doktorarbeit vollenden
  • Lammer Elise (Bildende Kunst, Kunstkritik, Performance) Elise Lammer (1982, Basel / Roveredo) hat ihre Laufbahn an der Kunstakademie in Barcelona begonnen und anschliessend einen Master in Curatorial Studies an der Goldsmiths University in London gemacht. Sie ist Kuratorin im Kunstverein SALTS in Birsfelden (Basel) und Gründerin des Residency Programms der Kunsthalle Roveredo in Graubünden. Von 2014 bis 2016 war sie Ausstellungskuratorin im APRA (Berlin). Sie war als Kuratorin, Künstlerin und Autorin an Ausstellungen in zahlreichen Einrichtungen beteiligt, darunter: Schinkel Pavillon (Berlin), Goethe Institut (Peking, Hong Kong), South London Gallery (London), Peckham Artist Moving Image Festival (London), Autocenter (Berlin), Centre Culturel Suisse (Paris), Kunsthaus Langenthal (Langenthal)
  • Leonardi Miriam Laura (Bildende Kunst) Miriam Laura Leonardi (1985, Zürich) hat nach dem Studium der Fotografie in Paris einen Master of Arts in Fine Arts an der Zürcher Hochschule (Zürich) gemacht. Sie hat ihre Werke bei Einzel- und Gruppenausstellungen gezeigt, unter anderem im Kunsthaus Glarus (Glarus), in der Galerie Maria Bernheim (Zürich), Im Istituto Svizzero di Roma (Rom), im Friart (Freiburg), der Galerie Marbriers 4 (Genf), im Astrup Fearnley Museum (Oslo), in der TG Gallery (London) und im Plymouth Rock (Zürich). Zusammen mit Ben Rosenthal leitet sie den unabhängigen Ausstellungsraum Adar in Zürich und arbeitet an der deutschen Übersetzung von Louis Wolfsons Buch Le schizo et les langues
  • Planzi Lorenzo (Geschichte) Lorenzo Planzi (1984, Locarno) hat Geschichte, soziale Kommunikation und Theologie an der Universität Freiburg studiert. 2014 hat er in zeitgenössischer Geschichte promoviert. Er hat sechs Bücher und etwa zwanzig wissenschaftliche Artikel veröffentlicht. Sein Arbeit konzentriert sich auf die politische und religiöse Geschichte, die Geschichte der internationalen Beziehungen und des Widerstands gegen totalitäre Regime, aber auch auf unbekannte Aspekte wie die Geschichte der Begräbnisse oder der Elektrizität. Er ist Redaktionsmitglied der Revue suisse d’histoire religieuse et culturelle. In Rom forscht er für den Schweizer Nationalfonds (zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung) an der Università Lateranese. Der Titel seiner Forschungsarbeit lautet: »La Svizzera alla lente diplomatica della Santa Sede (1873-1920)—Dagli irrigidimenti del Kulturkampf alle cooperazioni umanitarie della Prima Guerra mondiale, dalla chiusura della nunziatura di Lucerna nel 1873 alla sua riapertura a Berna nel 1920«
  • Rochel Johan (Politikwissenschaft) Johan Rochel (1983, Zürich) forscht als Postdoktorand in Ethik und Innovationsrecht. Zurzeit arbeitet er an einem Projekt, das vom Schweizer Nationalfonds (zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung) unterstützt wird und sich mit der gerechten Verteilung von Innovation, auch durch das geistige Eigentum, beschäftigt. Gleichzeitig setzt er seine Studien zur Ethik der Immigration fort. Er ist assoziiertes Mitglied des Ethik-Zentrums an der Universität Zürich und Dozent an einer Reihe von Universitäten und hat sich in auf politische Ethik spezialisiert. Außerdem gehört er dem Thinktank foraus—Forum Aussenpolitik an und ist Mitglied der Eidgenössischen Kommission für Kinder- und Jugendfragen. Er schreibt einen Blog für Le Temps
  • Schneider Christian (Geschichte) Christian Schneider (1985, Niedergösgen) hat Geschichte und Anglistik an den Universitäten Freiburg, Bern und Durham (GB) studiert. 2016 hat er an der Universität Durham mit einer Doktorarbeit über die politische und juristische Position und die diplomatische und ideologische Rolle von Papst Klemens VIII. (1592-1605) promoviert. Während seines Doktorats hat er an den Universitäten Durham und Sunderland (GB) gelehrt. Seine Forschungsarbeit wurde von der Universität Durham und dem Schweizer Nationalfonds (zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung) unterstützt. Seit Januar 2017 arbeitet er als Forschungsassistent und PostDoc an der Universität Freiburg, wo er zum Thema ‚Unheilige Machenschaften am Heiligen Stuhl? Päpstlicher Nepotismus 1534 bis 1605: Methoden–Kritik–Rechtfertigungen’ forscht. Das Projekt untersucht die symbolischen, finanziellen und politisch-territorialen Dimensionen des päpstlichen Nepotismus
  • Steinbeck Michelle (Literarisches Schreiben) Michelle Margarethe Steinbeck (1990, Basel) hat 2013 ihr Studium in Literarischem Schreiben in Biel abgeschlossen und studiert nun Philosophie und Soziologie in Basel. Sie ist Chefredakteurin des Magazins Fabrikzeitung, Autorin und organisiert Events. Seit 2016 leitet sie Babelsprech – Internationales Forum für junge Lyrik, ein mehrjähriges Projekt für die Förderung junger deutschsprachiger Lyriker. Ihre Texte wurden in Zeitschriften und Anthologien veröffentlicht, ausserdem hat sie im Radio und im Theater gearbeitet. 2016 ist ihr Debütroman Mein Vater war ein Mann an Land und im Wasser ein Walfisch erschienen. Im gleichen Jahr war sie Fellow am Literarischen Colloquium Berlin
  • Wildberger Martina-Sofie (Bildende Kunst, Performance) Martina-Sofie Wildberger (1985, Genf / Zürich) hat 2011 einen Master of Fine Arts an der Haute école d’art et de design de Genève (Ginevra) gemacht und 2014 ihr Studium der Kunstgeschichte an der Universität Genf abgeschlossen. Sie hat an Ausstellungen im Centre culturel suisse (Paris), in der Kunsthalle Mulhouse (Mulhouse), im Kunstmuseum Glarus, im Fri-Art (Freiburg), im Kunsthaus Aarau (Aarau), im Palais de l’Athénée (Genf), im Centre d’art contemporain Genève, im SALTS (Basel), im Kunsthaus Baselland (Muttenz), am Corner College und im Haus Konstruktiv (Zürich) teilgenommen. Ihre Arbeit wurde vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Swiss Art Award 2012 und in jüngerer Zeit mit dem Manor Kunstpreis 2019, Preis Kiefer Hablitzel und dem Werkbeitrag des Kantons Zürich. Zudem war sie Artist in Residence in Paris, Berlin und New York

Studio Roma 2016/2017

  • Pauline Beaudemont (Bildende Kunst)
  • Tumasch Clalüna (Filmregie, dramatiker)
  • Cédric Cramatte (Archäologie)
  • Francesca Falk (Neueren Geschichte)
  • Donald Glowinski (Musik, Neurowissenschaft)
  • Edgars Gluhovs (Bildende Kunst)
  • Nelly Haliti (Bildende Kunst)
  • Andreas Heise (Philosophie)
  • Leo Hofmann (Komponist)
  • Lukas Ingold (Architektur, construction history)
  • Josy Luginbühl (Mediterran archäologie)
  • Marion Tampon-Lajarriette (Bildende Kunst)

Studio Roma 2015/2016

  • Arnaud Besson (Alte Geschichte)
  • Stefan Burger (Bildende Kunst)
  • Marc Duret (Klassisch archäologie)
  • Youri Kravtchenko (Architektur, Landschaftarchitekten)
  • Katharina Limacher (Soziologie, religious studies)
  • Federica Martini Schellenberg (Kunstgeschichte)
  • Cyrill Miksch (Kommunikation studies)
  • Christof Nüssli (Graphic Design)
  • Marta Riniker-Radich (Bildende Kunst)
  • Kilian Rüthemann (Bildende Kunst)
  • Pedro Wirz (Bildende Kunst)

Studio Roma 2014/2015

  • Francesco Baroni (Italienische Literatur, religious studies)
  • Ivan Foletti (Kunstgeschichte)
  • Gina Folly (Bildende Kunst)
  • Davide Fornari (Design studies)
  • Céline Hänni (Musik)
  • Anne Le Troter (Kunst, Literatur)
  • Pauline Milani (Neueren Geschichte)
  • Niku Alex Muçaj (Bildende Kunst)
  • Virginie Nobs (Archäologie)
  • Grégoire Oguey (Mittelalterlicher Geschichte)
  • Coralie Rouet (Bildende Kunst)
  • Benjamin Valenza (Bildende Kunst)
  • Hannah Weinberger (Bildende Kunst)

Studio Roma 2013/2014

  • Domenico Billari (Bildende Kuns)
  • Alan Bogana (Bildende Kunst)
  • Manuel Buess Gurtner (Archäologie)
  • Toni Hildebrandt (Kunstgeschichte)
  • Tobias Kaspar (Bildende Kunst)
  • Julia Perazzini (Schauspielerin)
  • Valerio Scamuffa (Theater)
  • Cédric Roduit (Ancient studies)
  • Julien Tavelli (Graphic Design)
  • Samira Zoubiri (Archäologie)
  • Benedetta Zucconi (Musikwissenschaften)

Studio Roma 2012/2013

  • Benoît Billotte (Bildende Kunst)
  • Chiara Croci (Kunstgeschichte)
  • Clara Fivaz (Klassisch Archäologie)
  • Yves Fournier (Musikwissenschaften)
  • Florian Graf (Bildende Kunst)
  • Vladimir Ivanovici (Architecture history)
  • Tano Nunnari (Italienische Literatur)
  • Hitomi Omata Rappo (Modern history)
  • Anne Rochat (Bildende Kunst)
  • Werner Rohner (Literatur)
  • Christoph Schmidt e Susann Vécsey (Architektur)
  • Marie Velardi (Bildende Kunst)

Milano Calling

Unter dem Titel Milano Calling werden jedes Jahr eine*n Forscher*in und eine*n Künstler*in zur Teilnahme an einem 7-monatigen Residenzprogramm in Mailand ausgewählt (Oktober-April). Die Ausschreibung richtet sich an Künstler*innen (Bildende Kunst, Design, Architektur, Film, Literatur, Tanz, Theater, Musik o. Ä.), die nach dem Bachelor eine Ausbildung abgeschlossen haben (Master oder andere) und an Forscher*innen, Doktorierende und Postdoktorierende (Geistes-, Sozial- und Naturwissenschaften oder andere Disziplinen).

Alle Bewerber*innen müssen einen Vorschlag für ein akademisches Forschungsprojekt oder ein künstlerisches Soloprojekt vorlegen, das einen Aufenthalt in Mailand begründet und in Verbindung zu Italien, seinem Kulturerbe oder zu seinen wissenschaftlichen und kulturellen Einrichtungen aufweist.

Weitere Informationen: direzione@istitutosvizzero.it

Teilnahmebedingungen, Unterbringung und Finanzierung

Laden Sie die Zulassungsbedingungen für 2023/2024 hier herunter.

Die Resident*innen

Milano Calling 2022/2023

  • Iacovelli, Francesco (Astrophysik) Francesco Iacovelli (1996) machte 2020 seinen Master in Astronomie und Astrophysik an der Sapienza in Rom und promoviert seither an der Universität Genf in der Abteilung für Theoretische Physik in der Gruppe Kosmologie. Bei seiner Forschung konzentriert sich Iacovelli auf die Erforschung des Fensters, das Gravitationswellen in unserem Universum geöffnet haben, die Prüfung der Modelle, die dieses Fenster beschreiben können, und die Suche nach Abweichungen von der allgemeinen Relativitätstheorie. In Mailand wird er in Zusammenarbeit mit der Università degli Studi di Milano-Bicocca kosmologische und astrophysikalische Analysen kombinieren, um zu einer besseren Einschätzung der Parameter zu gelangen, die sowohl unser Universum als auch die darin enthaltene Population schwarzer Löcher charakterisieren.
  • Zhang, Jiajia (Bildende Kunst) Jiajia Zhang (1981) lebt und arbeitet in Zürich. Sie hat einen Master of Fine Arts der ZHdK in Zürich und studierte zuvor Architektur an der ETH Zürich und Fotografie am International Center of Photography in New York. In ihrer künstlerischen Praxis bewegt sie sich zwischen Film, Schrift, Skulptur und Installation und verwendet herkömmliche Materialien ebenso wie Beziehungs- und Darstellungsräume, politische Perspektiven und die Poesie des Alltags. Werke von Zhang waren zuletzt bei den Swiss Art Awards 2022 in Basel, im Werkstipendium Zürich, im Helmhaus Zürich, in der Kunsthalle Friart, im Kunsthaus Glarus, in der Fondation Pernod Ricard in Paris und in der Kunsthalle Zürich zu sehen. In Mailand wird sie zwei Wunder analysieren: das Wunder des Kindes und das italienische Wirtschaftswunder, wobei sie sich auf das Zusammenspiel von Familien- und Wirtschaftswachstum, Stadtentwicklung und persönlichen Ereignissen konzentriert.

Milano Calling 2021/2022

  • Kouto, Rafael (Fashion, Design Tessil)
  • Spina, Davide (Geschichte und Theorie der Architektur)
  • Verhaeghe, Gerlinde (Geschichte und Theorie der Architektur)

Milano Calling 2020/2021

  • Aceto, Alfredo (Bildende Kunst) Alfredo Aceto (1991, Turin) lebt und arbeitet in Lausanne. Er war des ehemaligen Schülers von Valentin Carron und Philippe Decrauzat an der ECAL – École cantonale d’art de Lausanne. Seine Werke wurden bereits im Museo del Novecento in Mailand, im Kunsthaus Glarus, im Centre d’Art Contemporain in Genf, im Istituto Svizzero in Mailand und im DOC! in Paris ausgestellt. Im Jahr 2018 nahm er an den Swiss Art Awards in Basel teil. Im Jahr 2019 erhielt er das Kunststipendium Leenaards der Fondation Leenaards. Alfredo Aceto lehrt gegenwärtig an der ECAL.
  • Gennai, Meloe (Poesie, Literarisches Schreiben) Meloe Gennai (1986, Genf), in Genf lebende*r Dichter*in, Schriftsteller*in, Performer*in und Aktivist*in, schreibt und tritt in vier Sprachen auf (Französisch, Englisch, Deutsch, Italienisch). Meloe Gennai ist publizierte*r Autor*in sowie Gewinner*in der Robert Goffin Biennale (Belgien 2012) und wird von ProHelvetia sowohl für die Spoken Word-Performance geistig schwach / comment j’ai fait semblant d’être normal (2019-2021) als auch für das Projekt „Warum sind wir so wütend?“ (Kapstadt 2020), Kollektivveröffentlichung und Videoperformance, unterstützt. Derzeit kuratieren sie das Sammelwerk „Thou shalt continue to slayeth“, das sich aus Beiträgen von Schwarzen Queers zusammensetzt (Münster 2020).

Milano Calling 2019/2020

  • De Santi Valentina (Geographiegeschichte)Valentina De Santi (1982, La Spezia/Paris) studierte Entwicklung und internationale Zusammenarbeit sowie Geographie und Territoriale Prozesse an der Fakultät für Kunst und Philosophie der Universität Bologna ab. Im Jahr 2016 promovierte sie an der Universität Genua in einem binationalen Promotionsverfahren / Cotutelle Verfahren mit der Ecole des Hautes Etudes en Sciences Sociales in Paris. Derzeit ist sie Postdoc im Rahmen des Projekts Sinergia des Schweizerischen Nationalfonds „Milano and Ticino (1796-1848). Shaping spatiality of a European Capital“, geleitet von der Universität Lugano – Archivio del Moderno, in Zusammenarbeit mit der Universität Luzern und der Université Paris 1 Sorbonne-Panthéon. Ihr Projekt zielt darauf ab, den Beitrag zu analysieren, den Militäringenieure zur Gründung der „Milano Capitale“ und zum Bau einer neuen Landnutzung geleistet haben.
  • Knuckey, Tania Grace (Textildesign, Bildende Kunst)Tania Grace Knuckey (1987, Genf) schloss 2009 die Design Academy in Eindhoven und 2012 das Royal College of Art in London mit einem Master in Mixed Media Textiles ab. Sie erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter das Marianne Straub Travelling Scholarship des Royal College of Art im Jahr 2011, den The Future of Beauty Award im Jahr 2012 des International Flavours and Fragrances (IFF) und den ersten Preis für die besten Innenstoffe von Textprint. Tania wurde von der Stadt Genf für eine Residenz im Maison Des Arts du Grütli (2016-2019) ausgewählt.

Milano Calling 2018-2019

  • Fueglister, Ronnie (Graphikdesign) Ronnie Fueglister (1980, Basel) ist Grafiker und hat an der Schule für Gestaltung Basel und der Zürcher Hochschule der Künste studiert. Unter seinen Werken finden sich das Design der Intenetseite der Kunsthalle Basel und Bücher für die KünstlerInnen Miriam Cahn, Bruce Nauman, Amy Sillman, Hannah Weinberger, Mike Bouchet und Paul McCarthy. Derzeit ist er Dozent für experimentelle Typografie an der Schule für Gestaltung Basel und Dozent für Editorial Design bei der Porto Design Summer School. In Mailand wird er an seinem Projekt «Type in Public Sphere» arbeiten, das den «typografischen Charakter» im öffentlichen Raum Mailands aufspüren will.
  • Jacomella, Marco (Architektur) Marco Jacomella (1984, Chiavenna, Italien) ist Architekt und urbaner Designer mit Sitz in Zürich. Nach seinem Hochschulabschluss an der Università degli Studi di Ferrara (Italien) absolviert er 2016 an der ETH Zürich einen Master in Advanced Studies in Housing. Erste Berufserfahrungen sammelt er in international tätigen Architekturbüros in Dänemark, Spanien und der Schweiz und wird dann Projektleiter bei Hosoya Schaefer Architects in Zürich, wo er sich auf städtische Projekte und Wohngebäude spezialisiert. 2018 gründet er ITER, Büro für häusliche und territoriale Nachforschungen. Derzeit ist er Doktorand im Fachbereich Urban Planning, Design and Policies am Politecnico di Milano. Seine Doktorarbeit befasst sich mit dem genossenschaftlichen Wohnen in Zürich und dessen möglichem Einfluss auf die italienische Wohnlandschaft. Forschungsschwerpunkt während des Residenzaufenthaltes ist das genossenschaftliche Wohnen in Mailand mit besonderem Augenmerk auf einen allfälligen Austausch mit der Schweizerischen Tradition der Wohnkooperativen. 

Palermo Calling

Unter dem Titel Palermo Calling werden jedes Jahr eine*n Forscher*in und eine*n Künstler*in zur Teilnahme an einem 3-monatigen Residenzprogramm im Palazzo Butera in Palermo ausgewählt (September-Dezember). Die Ausschreibung richtet sich an Künstler*/innen (Bildende Kunst, Design, Architektur, Film, Literatur, Tanz, Theater, Musik o. Ä.), die nach dem Bachelor eine Ausbildung abgeschlossen haben (Master oder andere) und an Forscher*innen, Doktorierende und Postdoktorierende (Geistes-, Sozial- und Naturwissenschaften oder andere Disziplinen).

Alle Bewerber*innen müssen einen Vorschlag für ein akademisches Forschungsprojekt oder ein künstlerisches Soloprojekt vorlegen, das einen Aufenthalt in Palermo/Sizilien begründet und in Verbindung zu seinem Kulturerbe oder zu seinen wissenschaftlichen und kulturellen Einrichtungen aufweist.

Weitere Informationen: direzione@istitutosvizzero.it

Teilnahmebedingungen, Unterbringung und Finanzierung

Laden Sie die Zulassungsbedingungen für 2023 hier herunter.

Die Resident*innen

Palermo Calling 2022

  • Hottarek, Maya (Bildende Kunst) Maya Hottarek (1990) lebt und arbeitet in Biel. Sie hat Bildende Kunst an der Hochschule der Künste in Bern und am Institut Kunst in Basel studiert. In ihrer Arbeit setzt sie verschiedene Medien wie Keramik, Film, Ton und Fundstücke ein. Einer der Schwerpunkte Hottareks liegt auf den komplexen Wechselwirkungen zwischen dem Individuum, der Gesellschaft, der Wirtschaft und der Natur. Zu ihren jüngsten Ausstellungen gehören unter anderem Itelleaks bei N/A/S/L Mexico City, Liste Art Fair Basel, Petri dish dream in der A.ROMY Gallery Zürich, Isomorphous Drip bei Krone in Biel, Situation 1 und andere bei Kunsthalle Basel und INSONNE bei Sonnenstube in Lugano. In Palermo wird sie das Skulpturenprojekt Neokaryoten weiterverfolgen, das sich auf den Prozess der Erforschung und Herstellung von Glasuren mithilfe erfahrener lokaler Keramiker konzentrieren wird.
  • Virgillito, Lisa (Geschichte und Theorie der Architektur) Lisa Virgillito (1996) hat einen Master in Architektur von der Ecole Polytechnique Fédérale de Lausanne (EPFL), wo sie im Labor ACHT (Architecture, Criticism, History and Theory) bei Professor Christophe van Gerrewey in Städtebau promovieren wird. Der Schwerpunkt ihrer akademischen Forschung liegt auf der Erhaltung des architektonischen und kulturellen Erbes so genannter ‘informeller’ Orte und der Überschneidung dieser kulturellen Aktivitäten mit der häuslichen Umgebung. Ein Teil ihrer Dissertation entsteht in Madrid, unter anderem bei der Untersuchung von «Corralas», einer Art von Sozialwohnungen des 21. Jahrhunderts, in denen früher Theateraufführungen stattfanden. In Palermo steht ein sizilianisches Beispiel im Mittelpunkt: die Arenen, ehemalige beliebte Freilichtkinos. Die davon in der Stadt noch verbliebenen Fragmente werden untersucht und durch Fotografien und architektonische Zeichnungen dokumentiert.

Palermo Calling 2021

  • Anobile, Adaline (Performance, Choreographie)
  • Drielsma, Marie (Archäologie)

Palermo Calling 2020

  • Guggenbühler, Nora (Kunstgeschichte) Nora Guggenbühler (1988, St. Gallen) studierte Kunstgeschichte und Deutsche Sprach- und Literaturwissenschaft an der Universität Zürich. Im Herbstsemester 2019 war sie externe Lehrbeauftragte am Kunsthistorischen Institut der Universität Zürich und im Frühjahr 2020 Predoctoral Fellow an der Bibliotheca Hertziana in Rom. Derzeit ist sie Doc.CH-Stipendiatin des Schweizerischen Nationalfonds SNF an der Universität Zürich. Ihr Dissertationsprojekt beschäftigt sich mit der Verbreitung von Kopien marianischer Gnadenbilder im spanischen Königreich des 16. und 17. Jahrhunderts. Dabei wird ausgehend von der sizilianischen Madonna di Trapani – deren Kopien Kopien in Sizilien, Spanien und Lateinamerika zirkulierten – die globale Vernetzung von Kulttopografien im Kontext der Frage nach Original und Kopie sowie Zentrum und Peripherie analysiert.
  • Schild, Louis (Musik) Louis Schild (1991, Lausanne) ist ein Musiker, dessen Praxis die Bereiche Komposition, Interpretation und Improvisation umfasst. Seit einigen Jahren arbeitet er mit dem Siebdruckverfahren, das er in diversen redaktionelle Projekten mit seiner musikalischen und musikalischen Praxis in Verbindung bringt. Im Rahmen von proteischen Projekten arbeitet er mit anderen Künstler/innen, Denker/innen und Architekt/innen wie Gilles Furtwängler, Cindy Van Acker, Gilles Cléments, Bureau Dreier-Frenzel, Matthieu Jaccard zusammen. Er betrachtet Musik unter dem breiteren Filter von Klang und Hören und entwickelt sie zusammen mit der Erforschung kritischer sozialer und politischer Themen.

Palermo Calling 2019

  • Hugonnet, Yasmine (Choreographie, Tanz, Forschung)Yasmine Hugonnet (1979, Lausanne/Pantin) studierte am Conservatoire National Supérieur de Musique et Dance in Paris und absolvierte in Rotterdam ein Master-Programm in Choreographie namens “Dance Unlimited”. Im Jahr 2006 nahm sie an einem Residenzprogramm in Ljubljana (Slowenien) teil. Sie gründete das Trio RE-PLAY (2006) und das Solo-Stücke Latitudes de Pose (2007), das zu zahlreichen Festivals eingeladen wurde. Nach einer Forschungsperiode von 2009 bis 2013 gründete sie danach Arts Mouvementés in Lausanne. Dabei entstanden drei Solos: Le Rituel des Fausses Fleurs (2013), Le Récital des Postures (2014) und La Traversée des Langues (2015). Im Jahr 2016 zeigte sie La Ronde/Quatuor bei dem Rencontres chorégraphiques Internationales de Seine-Saint-Denis Festival und bei der Biennale Danza 2016 in Venedig. Im Jahr 2017 nahm sie im Rahmen des Festival Commun am Programm des Arsenic (Lausanne) teil. Im Jahr 2017 erhielt Yasmine Hugonnet den Swiss Dance Award für das Solo le Récital des Postures.
    Aus der Zusammenarbeit mit dem Vidy Theater in Lausanne entstand CHRONOLOGICAL/TRIO (2018). Die Realisierung von Seven Winters ist für das Jahr 2020 angesetzt.
  • Keller, Jasmine (Literarisches Schreiben)Jasmine Keller (1986, Endingen/Zürich) studierte an der Universität Zürich und schloss 2018 einen Master in Germanistik ab. Sie nahm an zahlreichen literarischen Veranstaltungen und öffentlichen Lesungen wie im Frauen*Zentrum (Zürich) und The Poetry Brothel (New York, Paris) sowie am Projekt „Industrial Radio“ von SZENART in Zusammenarbeit mit Radio Kanal K und dem Literaturhaus Aargau teil. Sie gewann den OpenNet-Schreibwettbewerb der Solothurner Literaturtage (2019), den Semesterpreis der Universität Zürich für ihre Bachelorarbeit (2013) und den FemPrix des Vereins Feministische Wissenschaft Schweiz (2009).

Summer School

Das Istituto Svizzero beherbergt im Juli und August, während der Sommerpause, Forscher/innen von Universitäten und Hochschulen in der Villa Maraini. Die Universitäten und Hochschulen legen sowohl ein mit Rom und Italien verbundenes Projekt als auch ein interdisziplinäres Projekt vor, das Kunst und Wissenschaft verbindet.

Dieses Programm entsteht aus einer Kooperation zwischen dem Istituto Svizzero, dem Verein swissuniversities und der Rektorenkonferenz der schweizerischen Hochschulen.
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Senior Fellowships

Das Istituto Svizzero bietet etablierten Künstler/innen und Forscher/innen Aufenthalte in Rom an, um Projekte zu entwickeln, die einen Bezug zu Italien aufweisen oder interdisziplinär sind.
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Residenz für Kuratorin/Kurator in Palermo

Das Istituto Svizzero schreibt eine Residenz für eine*n Kurator*in aus, der/die die Möglichkeit hat, drei Monate im Palazzo Branciforte in Palermo zu verbringen (September-Dezember). Die Bewerber müssen ein Forschungsprojekt vorlegen, das einen Bezug zur Region Sizilien hat und das sich von den Sammlungen der Fondazione Sicilia inspirienen lässt.

Teilnahmebedingungen, Unterbringung und Finanzierung

Laden Sie die Zulassungsbedingungen für 2023 hier herunter (ENG).

Auswahlverfahren

Bewerbungen für 2023 sind ab sofort möglich.

Bewerbungsfrist 16.01.2023.

Kurator*in

Residenz 2022

  • Breitschmid, Laura (1987) Laura Breitschmid (1987) lebt und arbeitet in Luzern. Sie hat an der Universität Basel Kunstgeschichte und Wirtschaft studiert und ist am Kunstmuseum Luzern als Assistenzkuratorin tätig. Bis 2020 leitete sie gemeinsam mit Eva-Maria Knüsel den unabhängigen sic! Raum für Kunst in Luzern. Sie ist Mitglied des Vorstands der IG Kultur (Lobbyorganisation für Kultur in Luzern und der Zentralschweiz und Herausgeberin von 041 – das Kulturmagazin). Angesichts ihres kulturpolitischen Engagements ist sie dazu in der Lage, Kultur als zentralen Bestandteil der Gesellschaft zu sehen und die Rahmenbedingungen für die Produktion und Förderung der Künste zu diskutieren.