26.03.2021—27.06.2021

Hannah Villiger

Kunst, Einzelausstellung, Roma

Weitere Informationen in Kürze verfügbar

Dates
26.03.2021
27.06.2021
Location
Roma
Category
Kunst, Einzelausstellung
Information

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Istituto Svizzero zeigt Works/Sculptural, die erste grosse Einzelausstellung der Schweizer Künstlerin Hannah Villiger (1951–97) in Italien. Hannah Villiger wurde in den 1980er Jahren insbesondere mit grossformatigen Fotografien ihres eigenen Körpers berühmt. Zu sogenannten ‘Blöcken’ aus mehreren Bildern geordnet, zeigen die Arbeiten Nahsichten auf mitunter fragmentierte und abstrahierte Körperteile. Die Künstlerin, die sich selbst als Bildhauerin und nicht als Fotografin verstand, war vom November 1974 bis zum Sommer 1976 als Stipendiatin am Istituto Svizzero in Rom. Diese ‘römischen Jahre’ waren für ihre künstlerische Biografie entscheidend: In ihrem Atelier und im Garten der Villa Maraini entwickelt Hannah Villiger die einfachen, an den Materialien der Arte Povera inspirierten Objekte, um sich dann jedoch immer bewusster der Fotografie als in ihren Augen bildhauerisches Verfahren zuzuwenden. So entstehen in Rom beispielsweise die frühen schwarzweissen Fotoserien mit den brennenden Palmblättern.

Die Ausstellung am Istituto Svizzero gibt einen umfassenden Überblick in das Oeuvre der Künstlerin und zeigt eine Auswahl von Arbeiten aus allen Schaffensphasen. Zugleich liegt ein besonderer Fokus auf Hannah Villigers Aufenthalt am Istituto Svizzero, so werden die Arbeitstagebücher sowie weiteres Arbeits- und Recherchematerial präsentiert.

Die Ausstellung wird ergänzt durch eine Publikation, die im Sommer 2021 bei Mousse Publishing erscheint und die Fotografien der Arbeitstagebücher sowie Textbeiträge von Elisabeth Bronfen, Gioia Dal Molin, Quinn Latimer und Thomas Schmutz enthält.

 

Danksagung: Hannah Villiger Estate.

Biografie

Hannah Villiger kommt 1951 in Cham, in der Nähe von Luzern (CH) zur Welt. 1971 besucht sie den Vorkurs der Kunstgewerbeschule in Zürich, 1972-74 die Bildhauerklasse bei Anton Egloff an der Schule für Gestaltung in Luzern. 1974 erhält sie das Eidgenössische Kunststipendium sowie ein Stipendium für das Istituto Svizzero in Rom. Bis 1977 lebt sie in Rom (erst im Istituto Svizzero, später in einer Wohnung in Trastevere), dann in Montefalco (IT), danach kehrt sie in die Schweiz zurück und lässt sich in Basel nieder. Ab 1986 lebt sie in Paris. Zwischen 1992 und 1996 hat sie einen Lehrauftrag an der Schule für Gestaltung in Basel. 1997 stirbt sie in Auw (CH) an einem Herzversagen.
Ihr künstlerisches Schaffen wird in der Schweiz, aber auch international rezipiert. Bereits im Herbst 1975 vertritt sie die Schweiz gemeinsam mit anderen Schweizer Künstlern wie John Armleder oder Martin Disler an der 9e Biennale de Paris, 1981 ist sie Teil der Gruppenausstellung Künstler aus Basel in der Kunsthalle Basel, wo sie der Kurator Jean-Christophe Ammann 1985 mit der Einzelausstellung Neid erneut zeigt, es folgt 1986 eine Einzelausstellung im Centre culturel suisse in Paris, 1988/89 eine im Museum für Gegenwartskunst in Basel. 1991 zeigt sie ihre Arbeiten im Kunstverein Frankfurt, 1994 vertritt sie die Schweiz gemeinsam mit Pipilotti Rist auf der 22. Bienal de São Paulo. Nach ihrem Tod folgen weitere Einzelausstellungen: 2001 in der Kunsthalle Basel und in der Kunsthalle Bonn, 2002 in der NGBK Neue Gesellschaft für Bildende Kunst in Berlin, 2007 im MAMCO Musée d’art contemporain in Genf, 2008 im Museum für Gegenwartskunst in Basel und 2012 im Centre culturel suisse in Paris. 2020-21 ist ihr Werk Teil von Gruppenausstellungen im Kolumba in Köln und im Museum zu Allerheiligen in Schaffhausen.

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