07.02.2019—16.03.2019

Alfredo Aceto

Kunst, Einzelausstellung, Milano

Opening 06.02.2019
H18:30

Images

Dates
07.02.2019
16.03.2019
Location
Milano
Category
Kunst, Einzelausstellung
Information

Opening 06.02.2019
H18:30

Das Istituto Svizzero freut sich, mit „Sequoia 07“ die erste Einzelausstellung von Alfredo Aceto in Mailand zu zeigen.

Für den Künstler ist die Kunst ein Pop-Spiel und jedes Werk wird als einfacher Gegenstand betrachtet, der a priori von gleichem Wert wie jeder andere ist. Davon ausgehend wird die Ausstellung als Collage verstanden, die diese Gegenstände zeitweise gemeinsam in einem Spiel mit Erinnerung und Begehren inszeniert.

Bereits der Titel der Ausstellung spielt mit dem Konzept der Collage. Aceto integriert eine Geschichte seiner Grossmutter: Eine Gruppe von Jugendlichen wird von einer Frau in Sicherheit gebracht, die auf einem weissen Pferd durch einen Tunnel aus Bäumen reitet. Diese Kindheitserinnerung kombiniert er mit Sequoia– seinem Lieblingsmodell von Toyota aus dem Jahr 2007.

Das Automobil ist Gegenstand eines sich häufig wiederholenden Traums von Aceto (geboren in Turin*) und Pop-Motiv par excellence. Das Armaturenbrett ist ein wiederkehrendes Thema in seinen Zeichnungen und die vielen mechanischen Features dienen ihm als Inspirationsquelle für Skulpturen. Die Elemente sind Fragmente eines lebenden Traums, in dem bereits alles der Geschichte angehört. Raum und Zeit versehen die Objekte mit einem dekorativen Wert.

Was wie ein obsessives Spiel erscheinen mag, ist Acetos Suche nach dem kleinsten gemeinsamen Nenner aller Gegenstände, der sie zur Skulptur macht. Einerseits wählt er mit Sorgfalt interessante Gegenstände aus, behandelt diese delikat und reproduziert sie. Er entfernt und unterdrückt andererseits ihre Qualitäten, indem er sie jeglicher Bedeutung entledigt. Die antiheroischen Gegenstände zeigen die Flüchtigkeit von Details auf. Wir mögen sie trotz der Betrübnis, die sie aufgrund ihres ephemeren Zustands in uns auslösen. Die Skulpturen gleichen dem, was man beim Blick aus dem Zugfenster zu erhaschen vermag. Blitzschnell jedoch sehr genau.

Wenn es tatsächlich darum geht, einen Collagen-Effekt zu erzielen, gibt es nichts Besseres, als einen gemeinsamen Ausgangspunkt zu finden. Offenbar gelingt dies „Sequoia 07“ mit identischen Diametern der Objekte, was diese assoziierbar macht. Befreit von ihren ursprünglichen Bestimmungen als Wasserspeier, Auspufftopf oder vergrössertem Schmuckstück, sind sie nun Fragmente ferner, faszinierender Blicke: wie eine bunte Postkarte, auf der ein grosses amerikanisches Auto unter einem Mammutbaum zu sehen ist.

*Turin ist als Sitz der italienischen Automobilindustrie bekannt.

Alfredo Aceto wurde 1991 in Turin, Italien, geboren. Seit 2017 lebt und arbeitet er in Lausanne.
Seine Umgebungen sind Lebensräume, in denen man eine Art Melancholie, künstliche Zeitveränderung und Bildsättigung findet. Er war Schüler von Philippe Decrauzat und Valentin Carron an der ECAL (Ecole Cantonale d’Art de Lausanne) und zeigte Arbeiten im Museo del 900 in Mailand, im Kunsthaus Glarus und im Centre d’art Contemporain in Genf. Seine Werke werden in Kopenhagen von Andersen’s Contemporary, in Berlin von DITTRICH & SCHLECHTRIEM und in Brüssel von Levy.Delval repräsentiert. 2018 war er Teil der Swiss Art Awards in Basel.

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