16.09.2020—31.12.2020

sentimi

Kunst, Poesie, Online

24/7 – mit Kopfhörern

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Biografie

Dates
16.09.2020
31.12.2020
Location
Online
Category
Kunst, Poesie
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24/7 – mit Kopfhörern

Wie entsteht Nähe in unserer digitalen Gegenwart? Wie hören, wie spüren wir uns via die glänzende Oberfläche unserer Bildschirme? Sentimi. Hör mich. Spür mich. Die Künstlerin Delphine Chapuis Schmitz hat für das Istituto Svizzero das digitale Projekt sentimi entwickelt. Die künstlerische Intervention besteht aus einer Serie Audio-Stücken, die ab dem 16. September auf der Webseite des Institutes zu hören sind – am besten mit Kopfhörern. Dabei entsteht eine poetische Komposition aus teilweise appropriierten Texten, die auch mit der Mehrsprachigkeit der Institutswebseite spielt. Die Stimme adressiert uns direkt, es gibt ein ‘ich’ und ein ‘dich’, wir hören Fragmente und Wörter auf Italienisch, Französisch, Deutsch und Englisch, Atem und Sound. sentimi fragt nach den Möglichkeiten von realen und digitalen, von imaginären und imaginierten Begegnungen in der heutigen Zeit. Dabei verhandelt Delphine Chapuis Schmitz auch die reale Abwesenheit von Körpern einerseits und die unmittelbare, materielle, ja körperliche Anwesenheit von Sprache(n) und einer Stimme andererseits. Mit den Kopfhörern in den Ohren hören und spüren wir diese Stimme, diesen Körper – und plötzlich sind sie ganz, ganz nah und die Begegnung vielleicht real.

Delphine Chapuis Schmitz (*1979 in Boulogne-Billancourt, Frankreich, lebt in Zürich, Schweiz) erhielt 2012 einen Masterabschluss in Bildender Kunst an der Zürcher Hochschule der Künste, nachdem sie 2006 in Philosophie an der Universität Paris 1-Panthéon Sorbonne promoviert hatte. In ihrer künstlerischen Praxis erforscht sie Wege der Sinnfindung und die poetischen Potenziale von Sprache(n) für unsere heutige Zeit. Ihr Schreiben nimmt in performativen Lesungen, installativen Environments sowie (Online-)Publikationen Gestalt an.

Ihre Arbeiten wurden an verschiedenen Orten gezeigt, darunter I Never Read, Basel; CAN-Centre d’art Neuchâtel; Centre Pompidou, Paris; La Galerie, Noisy-le-Sec; Museum Haus Konstruktiv, Zürich; Corner College, Zürich; Milieu, Bern; Fondazione Ratti, Como. Sie gewann mehrere Preise, darunter den Swiss Art Award und den Kunstpreis der Stadt Zürich, beide im Jahr 2017. Sie lehrt an der Zürcher Hochschule der Künste: seit 2012 im Masterstudiengang Transdisziplinarität und seit 2019 im neuen CAS-Programm „Schreiben in Kunst und Kultur“. Sie ist weiter auch als Übersetzerin tätig und hat an zahlreichen Publikationen mitgewirkt, sowohl im akademischen als auch im künstlerischen Bereich.

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